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Aquarium-Tagebuch |
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15.02.2002
Es ist vollbracht! Ich habe bei eBay ein Percula 90 (270 Liter) Meerwasseraquarium für 200,- EUR ersteigert. Morgen werde ich es abholen (2,5 Stunden Autofahrt von hier). Bei dem Aquarium handelt es sich um ein Komplettsystem der Firma AquaMedic. Im Gegensatz zu einem neuen Percula90 fehlt der Unterschrank und die HQI Beleuchtung. Das Aquarium wurde vom Vorbesitzer mit Leuchtstoffröhren umgebaut. Das ist mir ganz recht, da Leuchtstoffröhren weniger Energie verbrauchen und ich ohnehin vorhabe mit den neuen T5 Röhren von ATI zu experimentieren. Ich muss nur noch das Problem mit dem Unterschrank lösen, aber hier gibt es auch schon einige Ideen.
Diese Fotos sind aus der eBay-Versteigerung:
16.02.2002
Das Aquarium ist da! Ich hätte nicht gedacht, dass ein leeres Becken so
schwer ist.
Eine offene Frage war immer noch der Unterschrank. Ich habe mir verschiedene
Alternativen überlegt:
Ich habe mich letztendlich für die 4. Option entschieden. Diese Lösung ist
billig, stabil und der Vorbesitzer des Beckens hatte die selbe Lösung. Es gibt
sicher schönere Lösungen. Da unsere Wohnung aber sowieso im Ikea-Still
eingerichtet ist, wirkten die Steine gar nicht so deplaziert (meine Meinung).
Also ab in den Baumarkt. Ich habe 20 hellrote Ziegel (24x17) und Korkplatten zum
Schutz des Fußbodens gekauft . Die Korkplatten habe ich auf die
Größe der Steine zugeschnitten und als Unter- und Auflage benutzt. Als
Zwischenboden musste ein Ikea-Regalboden (10 Euro) herhalten.
Arbeitsaufwand: 30 Minuten, Kosten: 30 Euro.
Der nächste Schritt ist nun das Einrichten des Beckens.
17.02.2002
Zuerst habe ich aber das Becken mit Leitungswasser gefüllt und mit 8,5 kg
Meersalz vermischt. Natürlich wäre Wasser aus einer Umkehrosmoseanlage besser,
um aber Kosten und Platz zu sparen, möchte ich darauf verzichten. Meine
Wasserwerte habe ich mir vom Wasserwerk geben lassen und ich habe die meisten
Werte auch noch mal selber nachgemessen. Mein Händler hat mir auch noch mal
bestätigt, dass es keine Probleme geben sollte.
Ich werde dem Tipp des Aquarienvorbesitzers folgen und nach dem Ansetzen mit
Leitungswasser für alle weiteren Wasserwechsel bzw. für das Auffüllen von
verdunstetem Wasser destilliertes Wasser verwenden.
Zum Ansetzen von Wechselwasser habe ich mir ein 30 Liter Maischefass im Baumarkt
gekauft (10 Euro).
26.02.2002
Heute ist der große Tag. Das Wasser ist jetzt eine Woche eingefahren und
jetzt kommt Leben in das Becken:
- 20 kg "Lebende Steine" (190 Euro)
- 10 kg "Tote Steine" (50 Euro)
- 7 kg Korallenbruch grob, 10 -20 mm (10 Euro)
- 6 kg Korallenbruch fein, 2 - 5 mm (6 Euro)
Die Steine werden auf Styroporplatten gestellt und anschließend kommt der
Korallenbruch als Bodengrund hinein (3 -5 cm). Es ist gar nicht so einfach die
paar Steine so anzuordnen, dass es einigermaßen aussieht. Hat mich mindestens
fünf Versuche gekostet.
Bild:
Die zwei großen weißen Blöcke im Hintergrund sind "Tote Steine". Die anderen
Steine sind "Lebende Steine" und teilweise mit Caulerpa Algen bewachsen.
07.03.2002
Die "Lebenden Steine" machen ihrem Namen alle Ehre. Es tut sich so Einiges im Becken. Gleich nach dem Einbringen der Steine habe ich fünf Glasrosen entdeckt. Um eine Plage im Keim zu ersticken habe ich eine große Spritze (ohne Kanüle) mit kochendem Wasser gefüllt und die Glasrosen im Becken bespritzt. Scheinbar mit Erfolg, von diesen Fünf hat sich bisher keine mehr erholt. (Zum Thema Glasrosen, siehe auch hier http://www.korallenriff.de/koriff23.html)
Ein Röhrenwurm hinter einem "Lebenden Stein".
Noch ein Röhrenwurm, davon gibt es jede Menge im Becken.
Ein kleiner Seestern (Asterina) an der Rückseite des Beckens. Wie ich aber im Meerwasserforum erfahren musste werden diese Seesterne oft zur Plage. Werde also auf die Seestern jagt gehen (siehe auch http://www.korallenriff.de/seesternschaden.html).
Das Becken am 06.03.2002. Die Caulerpa Algen wachsen prächtig. Auf dem vergrößertem Bild (auf das kleine Bild klicken) habe ich die Position des kleinen Seesterns eingezeichnet.
08.03.2002
Der
kleine Seestern war schneller :-(. Er hat sich
irgendwo im Becken versteckt und das rettete ihm das Leben.
Dafür habe ich heute Morgen den nächsten Übeltäter entdeckt. Einen Borstenwurm
(rund 5cm). Ich habe versucht ihn mit einer Pinzette rauszuangeln, leider ohne
Erfolg. Ich werde es in den nächsten Tagen mit einer Falle versuchen (siehe:
http://www.korallenriff.de/koriff105.html).
10.03.2002
Ich habe heute in der "Koralle" gelesen, dass man beim Riffaufbau darauf achten soll große Höhlen zu schaffen, die durch hohe Säulen voneinander getrennt sind. Diese Abschnitte zwischen den Säulen bilden später die Reviere der verschiedenen Fische. Also habe ich noch mal den Aufbau der Steine geändert. Zwei flache Steine bilden jetzt die Dächer für zwei Höhlen.
Den Seestern habe ich übrigens doch noch gefunden ... :-)
Was ist das? Jana hat diese interessanten Gebilde auf einem lebenden Stein entdeckt. Sie scheinen auch langsam zu wachsen. Es handelt sich um fünf Stück. Laut einer Anfrage beim Meerwasserforum kann es sich um Schwämme oder Krustenanemonen handeln.
17.03.2002
Man muss also nur eine Woche warten und schon hat man Gewissheit. Wie das Foto zeigt, handelt es sich eindeutig um Krustenanemonen (evtl. Palythoa sp oder Protopalythoa).
Mittlerweile
hat auch die erwartete Algenplage eingesetzt. Man kann den braunen Belag auf dem
vormals weißen Gestein deutlich sehen. Auch grüne Fadenalgen sind stellenweise
zu finden. Ich habe zur Sicherheit die Beleuchtungsdauer etwas zurückgeschraubt
(6 Stunden blaues Licht, 4 Stunden volle Beleuchtung).
Mittlerweile
ist es mir auch gelungen ein Foto von einem extrem scheuen Burschen zu machen.
Ich vermute es handelt sich hier um einen Wurm.
Eine kleine Glasrose (1 cm) hat sich an der Scheibe festgesaugt. Sie hat es nicht überlebt ... :-)
18.03. - 22.03.2002
Die Jagt ist eröffnet! Nachdem ich im Licht der Taschenlampe noch weitere Borstenwürmer entdeckt habe, hat jetzt das Fallenstellen begonnen. Ich habe mittlerweile mehrere Fallen ausprobiert, die großen Würmer habe ich noch nicht gefangen, aber mehrere kleine und mittlere Exemplare.
1. Versuch:
Ein Sera Messbecher (ist bei Wassertests dabei) wurde mit mehreren Löchern
durchbohrt (4 mm) und ein Köder aus Lachsfleisch wurde eingebracht. Ich konnte
beobachten, dass die Würmer mit dem "Oberkörper" in die Falle gehen, sich
bedienen und wieder verschwinden.
Fangergehbiss: 0 Stück
2. Versuch (Tipp von Uwe aus dem
Meerwasserforum):
Zitat: "Man nehme eine MonCherie Dose oder ähnliches. Bohre in den Boden in
die Mitte !! ein paar Löcher in 3-5 mm, fülle bis auf 2/3tel sehr groben
Korallenbruch in die Schachtel und lege obenauf ein Stück Muschelfleisch. Nicht
mehr sonst wird das Wasser so schlecht das nicht mal Borsties in die Schachtel
gehen! In den Deckel bohrt man ein kleines Loch 2mm in eine Ecke ( zum Entlüften
) und schließe die Schachtel, mit einem Gummi sichern. Das ganze einfach auf den
Boden im AQ stellen, oder wo die Borsties so zu sehen sind. Nach 1 - 2 Tagen
sieht man in der Frühe jede Menge Borsties in der Dose die in allen Ecken nach
dem Ausgang suchen :-). Wenn das Muschelfleisch weg ist aber man keine Borsties
sieht - die stecken in dem Korallenbruch weil es da Dunkel ist. Ich war
regelrecht geschockt was für Mengen und wie große Borsties da drinnen gefangen
waren."
Fangergehbiss: 0 Stück - werde es mit dieser Falle aber weiter versuchen
3. Versuch:
Der Deckel eine Saftflasche wird durchbohrt und ein Schlauch durchgesteckt. Die
Öffnung um den Schlauch wird mit der Heißklebepistole abgedichtet. Der Schlauch
steht im Inneren der Flasche über und dient so als Reuse. In dei Flasche kommt
ein Köder aus Muschelfleisch. Ich habe diese Falle in 2 verschiedenen Größen
gebaut.
Ich konnte beobachten wie ein sehr großer Wurm in die Flasche ging, leider hat
er die Sache durchschaut und hat sich auf halbem Wege wieder zurückgezogen.
Fangergehbiss: 0 Stück
4. Versuch:
Etwas Muschelfleisch in einen Nylonstrumpf geben und diesen auslegen. Der Wurm
versucht an das Fleisch zu kommen und bleibt am Strumpf hängen. Man muss den
Strumpf rechtzeitig wieder raus nehmen (etwa 1 Stunde nach dem das Licht
ausgemacht wurde), da sich der Wurm sonst wieder befreit.
Fangergehbiss: 1 mittelgroßes Exemplar
5. Versuch:
Etwas Muschelfleisch zwischen zwei Schwämme legen, einen Gummi drum machen und
mit einem Stein beschweren. Die Würmer kriechen durch das Schwammgewebe zum
Köder und bleiben dort liegen (ist ja schön dunkel). Am Morgen die Falle aus dem
Becken nehmen und unter heißes Wasser halten. jetzt braucht man nur noch die
toten Würmer raussammeln.
Fangergehbiss: 1 mittelgroßes Exemplar & 5 - 6 kleine Exemplare
Waidmanns Heil!!
Das Becken am 19.03.2002.
22.03.2002
Es ist soweit. Noch ein letzter Test des Wassers beim Händler und die Auswahl des Besatzes kann beginnen. Ich habe mich nach entsprechender Literaturrecherche und Beratung mit dem Händler für algenfressende Tiere als Erstbesatz entschieden. Sie sollen dafür sorgen die Fadenalgen von Anfang an unter Kontrolle zu halten.
Lysmata amboinensis (Pazifische Weißband-Putzergarnele), 2 Stück zu je 12,90 EUR
Futter: Algen und Futterreste
Paguristes cadenati (Roter Einsiedlerkrebs), 1 Stück zu 7,90 EUR
Futter: Algen und Futterreste

Ein weiterer Einsiedler (siehe Foto), habe ich noch nicht näher bestimmt, 1
Stück zu 7,90 EUR
Futter: Algen und Futterreste
Zebrasoma flavescens (Gelber Segeldoktorfisch
bzw. Gelber Hawaii-Doktorfisch), 1 Stück zu 24,90 EUR
Deutlich zu erkennen ist das weiße "Skalpell" vor der Schwanzflosse. Der
Doktorfisch kann diesen Dorn ausklappen und in einer Gefahrensituation als Waffe
benutzen (siehe auch: http://www.gifte.de/doktorfi.htm)
Futter: Artemia, Krill, Granulat, Banane und Nori-Algen aus dem Asia-Shop
Vor
dem Einsetzen wurden alle Tiere mit dem Wasser aus dem Händlerbecken in einen
Eimer getan. Über den Zeitraum von einer Stunde habe ich ständig kleine Mengen
Wasser aus meinem Aquarium zugegeben. Als das Mischungsverhältnis 1/3 Altwasser
zu 2/3 Neuwasser betrug habe ich die Tiere mit einem Kescher vorsichtig in das
Becken gesetzt.
Direkt nach dem Einsetzen haben die
Putzergarnelen ihre "Putzerstation" eingerichtet. Wenn der Doktorfisch in die
Nähe ihrer langen Fühler kommt, wird er sofort bestiegen und auf Parasiten
untersucht. Faszinierend!
Als ersten Versuch zum Thema Weichkorallen habe ich vom Händler
noch einen Stein mit drei Weichkorallen mitgenommen (12 EUR).

Am
ersten Abend glaubte ich schon dieser erste Versuch ist schief gegangen. Alle
Drei machten einen zusammengesunkenen Eindruck. Aber
am nächsten Morgen war die Welt wieder in Ordnung. Alle drei Korallen haben sich
wieder auf die volle Größe "aufgeblasen".
Hier noch mal im Detail (auf dem Stein von links nach rechts):
![]() Anthelia sp (Zartgefiederte Straußkoralle) |
Xenia umbellata (Pumpende Straußweichkoralle) |
Lemnalia africana (Keniabäumchen) |
28.03.2002
Weitere Bewohner sind in das Aquarium eingezogen. Da ich gerade nicht so viel Zeit zum Schreiben habe, hier nur ein paar Fotos:
Gelbe Anemone (Heteractis crispa oder Heteractis magnifica??) - 35 EUR.
Futter: 1x pro Woche Muschelfleisch
Zwei Amphiprion ocellaris (Clown - Anemonenfisch) - je 12.50 EUR.
Futter: Artemia, Krill und Granulat
Stein mit drei Scheibenanemonen (Discosoma sp ??) - 5 EUR.
Weichkorallen Ableger (Paralcyonidae - Sinulaira Art ??) - Beigabe vom Händler
30.03.2002
Und noch drei neue Bewohner ...
Drei Chrysiptera parasema (Gelbschwanzdemoiselle) - je 6.90 EUR.
Futter: Artemia, Krill und Granulat
02.04.2002
Zuerst dachte ich es hat ein der Putzergarnelen dahin gerafft, aber dann entdeckte ich beide Garnele putzmunter hinter einem Stein. Eine Garnele hatte sich also in der Nacht im Schutze der Caulerpa Algen gehäutet. Es ist immer wieder beeindruckend was man in so einem kleinen Biotop alles beobachten kann.
28.04.2002
Jetzt gab es doch den ersten Tiefschlag
. Von einem auf den anderen Tag ist die
Anthelia sp (Zartgefiederte Straußkoralle) eingegangen. Sie hat über Nacht
alle "Federn" verloren. Nach einer Woche beginnen sich jetzt aber wieder kleine
Ableger zu zeigen. Die Bilder zeigen die
Anthelia sp vor (links) und nach (rechts) dem Verlust der "Federn". Ob es an
den Wasserwerten oder an anderen Gründen lag, konnte ich nicht ermitteln. Evtl.
war der KH Wert am Anfang noch zu hoch?
Endlich bin ich wieder einmal beim Händler
gewesen und habe zwei weitere Fische und eine Lederkoralle erworben. Da ich
gleichzeitig diese drei Tiere erworben habe, habe ich den Gesamtpreis von 113
Euro auf 90 Euro gedrückt - ich denke mal der Händler hat trotzdem genug an mir
verdient :-)
Was den Fischbesatz angeht, dürfte damit so ziemlich die Obergrenze für mein
Becken ereicht sein.
Gramma loreto (Königs - Feenbarsch) - EUR 20 (Listenpreis EUR 24)
Futter: Artemia, Krill und Granulat
Centropyge loriculus (Flammen-Zwergkaiserfisch) -
EUR 55 (Listenpreis EUR 69)
Futter: Artemia, Krill, Granulat und Nori-Algen
Sarcophyton
ehrenbergi (Pilzlederkoralle) - EUR 15 (Listenpreis EUR 20)
Dieses Bild zeigt die Koralle im geschlossenen Zustand.
Hier in einem halboffenem ...
... und hier im geöffneten Zustand.
Das Becken am 30.04.2002
01.05.2002
Nachtimpressionen. Auf dem zweiten Bild hat sich der Gelber Hawaii-Doktorfisch in eine Höhle zum schlafen zurückgezogen.
02.05.2002
Ein Besuch beim Händler in Dormagen hat mich diesmal 72 Euro gekostet. Ich habe 6 Steine mit verschiedenen Weich- und Lederkorallen mitgenommen:
2 Steine mit Pachyclavularia violacea (Röhrenkoralle bzw. Orgelkoralle). 1x in braun und 1x in grün.
Sarcophyton glaucum (Pilzlederkoralle)
Lobophytum spp. (Fingerlederkoralle)
Ein Stein mit Krustenanemonen
Cladiella spp. (Fingerlederkoralle) - Listenpreis 40 Euro.
05.05.2002
Hilfe! - Hilfe! - Jetzt hat es mich auch
erwischt. Fast alle Fische haben weiße Punkte. Die Punkte befinden sich an den
Flossen und bei manchen Tieren auch am Bauch. Handelt es sich um die gefürchtete
Pünktchenkrankheit?
Also sofort ein Wasserwechsel (20%) durchgeführt, die Dichte auf 1.018 abgesenkt
und viel mit vitaminangereichertem Futter gefüttert.
Zu meinem eigenen Erstaunen sind die Pünktchen am nächsten Tag verschwunden.
Um auf Nummer sicher zu gehen ersteigere ich
sofort bei eBay einen UV- Wasserklärer (Tetratec UV 400) für 60 Euro ersteigert.
Der Filter hat zwar nur eine Leistung von 5 W, war aber bezahlbar und sollte für
meine Beckengröße ausreichen. Ich habe ihn über der Kammer für die
Strömungspumpen angebracht. Eine Pumpe mit einer Leistung von 500 L/h pumpt nun
Wasser aus der Kammer durch den UV Filter und dann wieder als Strömung in das
Hauptbecken.
Die Punkte kamen noch einige Male im Abstand von einer Woche wieder, waren aber
am nächsten Tag immer wieder verschwunden.
--> Nachtrag (05.07.2002): Nach einiger Zeit scheint der UV Filter nun zu
wirken, die Punkte sind nicht wieder aufgetaucht.
15.05.2002
Erstaunlicherweise beginnt sich die die Anthelia sp (Zartgefiederte Straußkoralle) wieder zu erholen. Ich hatte sie eigentlich für tot geglaubt.
Die Anemonenfische haben die gelbe Anemone immer noch nicht angenommen. Ich habe sie jetzt verschiedene Male umgesetzt, in der Hoffnung sie erregt die Aufmerksamkeit der Anemonenfische. Evtl. ist es auch gar keine echte Wirtsanemone. Mittlerweile glaube ich auch, dass die Anemone gefärbt wurde. Ich habe jetzt von verschiedenen Seiten gehört, dass es Anemonen in dieser Farbe eigentlich kaum gibt. Dieser Verdacht wird durch die Tatsache bestätigt, dass die Die Anemone zunehmend ausfärbt. Ich trage mich mit dem Gedanken sie auszutauschen.
26.05.2002
Die
neue Abdeckung ist fertig. Sie besteht aus 2 Kunststoff-Brettern (je 90 x 25).
In die Bretter wurden Öffnungen für den Futterautomaten und einen Ventilator
gesägt. Der Ventilator wird mit einem externen 12V Netzteil betrieben. Unter die
Bretter sind direkt die Reflektoren geschraubt und darauf die Leuchtstoffröhren
(2x weiß. 1x blau).
Zwei neue Einsiedlerkrebse sind noch dazugekommen und sollen die beiden anderen Einsiedler bei den Reinigungsarbeiten unterstützen.
Jetzt habe ich es doch getan. Ich habe meinem Händler erzählt, dass meine Anemonenfische die Anemone ignorieren und er hat mir einen Umtausch angeboten. Nach einiger Wartezeit kam nun eine neue Lieferung Anemonen. Ich habe meine gelbe Anemone sofort unentgeltlich gegen eine wunderschöne Entacmea quadricolor (Kupferanemone) eingetauscht. Auf dem Bild ist sie noch etwas zusammengezogen, hat aber sofort den ihr zugewiesenen Platz akzeptiert.
Wie
man auf diesem Bild sehen kann, war der Umtausch der Anemone auch höchste Zeit.
Ein Anemonenfisch hat schon begonnen die Cladiella spp. (Fingerlederkoralle) als
Ersatzanemone zu bewohnen.
27.05.2002
Man glaubt es kaum, nur einen Tag nach dem Umtausch haben die Anemonenfische die neue Anemone bezogen. Sie fühlen sich super wohl und baden regelrecht in der Kupferanemone.
17.06.2002
Wir sind wieder aus dem Urlaub zurück (10 Tage). Das Becken hat dank Futterautomat und dank Basti's Hilfe die Zeit problemlos überstanden.
Leider haben wir während unseres Urlaubes einen interessanten biologischen Effekt verpasst. Am Anfang waren die beiden Anemonenfische ungefähr gleich groß und männlich. Jetzt hat sich ein Tier zum Weibchen umgewandelt, es ist merklich größer und hat einen dunklen Rücken bekommen (siehe Bild). Das nun größere Weibchen dominiert die Beziehung.
Wieder eine Neuanschaffung: Hirnkoralle - Closed
Brain corals (Favia spec / Favites spp??) - 20 Euro
Leider stand sie beim Händler mit der einen Seite sehr schattig und ist dort
weiß. Ich hoffe das das kein ernsteres Problem ist.
Nachtrag vom 28.10.02: Die weißen Stellen sind komplett verschwunden seitdem die
Koralle direkt unter HQI Licht steht.
27.06.2002
Eine weitere Neuanschaffung: Ein Schwamm (nähere Bestimmung steht noch an) - 25 Euro. Beim Transport und Umsetzen eines Schwammes ist es extrem wichtig, dass der Schwamm immer unter Wasser ist und niemals mit Luft in Berührung kommt, da sonst Luftbläschen die feinen Kanäle des Schwammes verstopfen könnten. Der Schwamm würde in einem solchen Fall absterben.
Ein
Geburtstagsgeschenk von Basti. Einen Oxycirrhites typus (Korallenwächter) - 35
Euro

Diese
besondere Sarcophyton ehrenbergi (Pilzlederkoralle) kommt aus Mauritius und ist
angeblich schwer zu bekommen. Sie fasziniert durch ihre für Weich- bzw.
Lederkorallen ungewöhnliche Farbe. Die Spitzen leuchten in einem sehr hellen
Grün. Preis: 25 Euro
Mein erster Ableger. Ich habe von einem Stein mit 6 Pilzlederkorallen ein Exemplar mit einem Skalpell abgeschnitten und mit einem Kabelbinder auf einem Stein befestigt. Das Tier ist erstaunlich schnell angewachsen und steht im Moment besser da, als die "Verwandten" auf dem original Stein.
Da
die drei Chrysiptera parasema (Gelbschwanzdemoisellen) das ganze Becken in
Reviere aufgeteilt haben und alle anderen Beckeninsassen terrorisieren (sie
fliegen Tieffliegerangriffe in den Bauch der anderen Fische) werde ich sie zum
Händler zurückgeben. Verschiedene Versuche sie mit dem Kescher zu fangen waren
aussichtslos. mein Händler hat mir jetzt eine Fischfalle geborgt, in die über
ein dünnes Rohr Futter eingefüllt wird. Jetzt braucht man sich nur noch auf die
Lauer legen und wenn ein Fisch in der Falle ist, an der Leine ziehen und damit
die Falltür auslösen.
Nach
einem Tag Fütterung über die Falle haben sich die meisten Fische an die Falle
gewöhnt und besuchen sie regelmäßig zum fressen. Teilweise befinden sich bis zu
vier Fische gleichzeitig in der Falle. Der Korallenwächter bezieht gleich die
Falle als neues Zuhause. Wir taufen ihn darauf hin "Hugo Boss". Nur die Gelbschwanzdemoisellen
wissen was ihnen blüht und sind vorsichtig. Es dauert zwei Tage bis ich zwei
Exemplare gefangen habe. Der dritte Bruder entzieht sich der Verhaftung und ich
beschließe ihn im Becken zu belassen. Vom Händler gibt es für die zwei
Demoisellen noch 5 Euro zurück.
01.07.2002
Nach
langer Bedenkzeit habe ich ihn nun doch gekauft, einen
Chelmon Rostratus (Orangebinden-Pinzettfisch) - 35 Euro.
Dieser Fisch ist ein Nahrungsspezialist und frist vorwiegend kleine Bewohner der
lebenden Steine (Rohrwürmer, Glasrosen, etc.). Wenn man ein Exemplar erwischt,
welches nicht an Ersatzfutter zu gewöhnen ist, kann es passieren, das es nach
dem Verbrauch aller Kleintiere verhungern muss. Einige Tipps zum Thema Fütterung
des
Chelmon Rostratus gibt es hier:
1. Tipp &
2. Tipp.
Ich habe den noch sehr jungen Fisch (~5 cm) beim Händler reservieren lassen und
mir im Abstand von einigen Tagen zeigen lassen, dass er an Ersatzfutter
(gefrorene Artemia) geht. Zuhause war er die ersten zwei Tage sehr
zurückhaltend. Ich musste die jeweilige Futtermenge erhöhen, damit er eine
Chance hatte etwas abzubekommen. Mittlerweile frist er mit allen anderen Fischen
um die Wette. Am Anfang habe ich noch mitgezählt wie viel Stück Artemia er
erwischt, seit diese Zahl aber über 20 liegt, mache ich mir keine Sorgen mehr.
05.07.2002
Ich habe mich gestern ganz schön erschreckt, als
plötzlich eine 'Vogelspinne' unter einem lebenden Stein hervorkroch. Da aber
Wasser im Becken ist, musste es wohl doch eine Krabbe sein
Aber mal Spaß beiseite - ich habe gestern diese Krabbe in meinem Becken gefunden
(siehe Foto). Sie ist mind. 3 - 4 cm im Durchmesser, hellbraun und stark behaart
(igitt).
Das Foto ist leider etwas unscharf. Es zeigt die Krabbe von vorne. In der Mitte
sieht man den Körper, die Augen und den Mund. Links und rechts unten sind die
Beine bzw. Scheren. Es ist schon erstaunlich was man noch in seinem Becken
entdecken kann, obwohl es nun schon einige Monate läuft.
Ein
weiterer ungebetener Mitbewohner ist diese Krabbe die in einer Höhle in einem
Stein wohnt. Sie ist rund 2 cm groß und ich konnte sie schon einmal auf einem
nächtlichen Streifzug beobachten. Schaden hat sie bisher noch nicht angerichtet.
09.07.2002
Das
Becken am 09.07.2002
Mein erster Versuch Ableger von einer Röhrenkoralle zu erzeugen. Ich habe einfach einige Röhren mit dem Skalpell abgeschnitten und mit Korallenkleber auf einem Stein befestigt.
10.07.2002
Schnellkauf: Stein mit gelbe Krustenanemone - 8 Euro
21.07.2002
Nun
bin ich doch auf eine HQI Leuchte umgestiegen. Die Röhren waren mir auf Dauer zu
dunkel und für einen T5 Balken reicht der Platz unter der Abdeckung nicht aus.
Ich habe bei eBay eine 250W 10.000K Lampe für 175,- Euro ersteigert. Der Lampe
lagen zwei neue Brenner von Sylvania bei. Da mir diese Brenner aber zu grün
waren, habe ich mir noch einen Brenner von BLV gekauft (75,- Euro). Die
Sylvania-Brenner werde ich evtl. auf eBay versteigern.
Das Becken ist jetzt natürlich jetzt oben offen, was man auch sofort an der
höheren Luftfeuchtigkeit im Zimmer bemerkt. Von der Abdeckung ist nur noch ein
rund 10 cm breiter Streifen an der Front des Beckens vorhanden. Hier sind jetzt
zwei (weiß / blau) der ursprünglich drei Röhren untergebracht. Die Röhren
brennen rund 12 Stunden und die HQI-Lampe brennt 7 Stunden.
Es ist schon ein gewaltiger Unterschied wie hell das Becken jetzt ist. Für meinen Geschmack
könnte das Licht aber noch blauer sein. Jetzt habe ich auch endlich genug Licht
für Steinkorallen und den berühmten "Kringeleffekt" habe ich jetzt auch :-).
22.07.2002
Leider
gab es am Wochenende den ersten Rückschlag. Der kleinere der beiden
Anemonenfische, also das Männchen, lag tot im Becken. Da die Einsiedlerkrebse
sich schon über ihn hergemacht haben, ist nicht mehr viel von ihm übrig und eine
Ursachenanalyse ist nicht möglich. Der Fisch hatte keinerlei Krankheitsanzeichen
und schwamm gestern noch munter im Becken.
Damit sich das verbliebene Weibchen nicht zu einsam fühlt, habe ich am Montag sofort ein neues, kleines Tier gekauft (14,- Euro). Ich hoffe es wird als Männchen angenommen. Keine 20 Sekunden nach dem einsetzen wird das neue Tier auch schon vom Weibchen umkreiset. Ein Paar sind die beiden aber noch nicht geworden. Der neue Beckenbewohner ist noch nicht in die Anemone eingezogen, sondern bewohnt die benachbarte Lederkoralle
11.08.2002
Heute habe ich mir noch einen flachen 'Lebenden Stein' gekauft, der jetzt hochkant, hinten auf dem Riff steht und damit dem Riff mehr Höhe gibt (siehe auch Beckenansicht weiter unten). Der Stein ist mit Anthelia sp (Zartgefiederte Straußkoralle) und einer grünen Scheibenanemone bewachsen. Dazu habe ich noch ein relativ großes Keniabäumchen erworben - zusammen 35,- Euro.
Ein
sehr schöner Schnappschuss - der Korallenwächter auf einem Schwamm.
Einig besonders freche Exemplare fressen mittlerweile auch aus der Hand. Das freut mich besonders für den Chelmon Rostratus (Orangebinden-Pinzettfisch), der ja bekanntlich schwer an Ersatzfutter zu gewöhnen ist.
Beckenansicht
am 11.08.2002 - jetzt mit HQI-Licht.
18.09.2002
Nachdem ich jetzt das richtige Licht habe (HQI
250W 10.000K von BLV) wollte ich mich auch an weitere Steinkorallen wagen. Über
die Nachzuchtbörse im Internet
bin ich auf einen privaten Züchter in meiner Nähe gestoßen. Nach einem kurzen
Telefonat habe ich mich in das Auto geschwungen und stand vor einem herrlichen
Becken und diversen Nachzuchtbecken (siehe Bild). Für 80,- Euro habe ich 9
Steinkorallen gekauft und als Zugabe gab es noch zwei Sorten Xenia und eine
Scheibenanemone.
Pumpende
Xenia als Zugabe.
Hier eine Liste der gekauften Steinkorallen:
Im Becken des Händlers haben die meisten Acropora
noch deutliche Polypen gezeigt. Besonders die Acropora Salego zeigte 5 - 10 mm
lange grüne Polypen. Diese Polypen waren auch noch zwei Tage in meinem Becken zu
sehen (siehe Bilder oben). Mittlerweile zeigen sie sich kaum noch. Ich hatte am
Anfang meinen Centropyge loriculus (Flammen-Zwergkaiserfisch) im Verdacht. Ich
konnte ihn aber nie an den Korallen sehen. Mittlerweile (nach 2 Monaten) glaube
ich aber trotzdem, dass sich die Korallen wohl fühlen. Sie zeigen deutliche
Wachstumsspitzen und haben sich teilweise durchgefärbt (von braun nach gelb bzw.
grün).
Wegen der Steinkorallen überwache ich zur Zeit besonders die Nitrat-, Kalzium-
und Magnesiumwerte. (mehr dazu in Kürze)
Ein kleine Schlangenstern hat sich mit den Steinkorallen eingeschlichen und klettert hier die Scheibe hoch.
Eines
morgens glaubte ich es hat einen Einsiedler erledigt, es handelte sich aber nur
um die Reste einer erfolgreichen Häutung.
Da
ich mir ein Paar Grundeln zulegen möchte, die permanent den Boden durchwühlen,
habe ich einen Teil des groben Bodengrundes herausgenommen und ihn gegen
feinkörnigeren Korallenbruch ausgetauscht. Bei diesen Bodenarbeiten sind mir
vier Borstenwürmer über den Weg gelaufen, die ich mit einer Pinzette fangen
konnte (nicht anfassen - sie nesseln!!). Auf dem Bild sieht man ein 8cm-Exemplar
in einem Einlitergefäß kurz vor seiner Hinrichtung (heißes Wasser).
Interessanterweise ist das dünne Ende der Kopf.

Das
Becken am 09.09.2002
12.09.2002
Das Becken am 12.09.2002. Ich habe mir eine weiter Platte aus lebendem Gestein besorgt (Dank an Michael K.), um damit die jetzt die gesamte Beckenrückwand zu bedecken.
13.9. - 14.10.2002
Am 21.09.2002 ist der
Oxycirrhites typus (Korallenwächter) aus dem Becken gesprungen und lag am
Morgen tot auf dem Boden.
Der Korallenwächter ist als 'Springer bekannt', ich konnte mir aber nicht
vorstellen, dass er über den 10 cm hohen Beckenrand springen würde. Der ganze
Vorfall ist besonders tragisch, da der Fisch ein Geburtstagsgeschenk ist un auch
nicht gerade billig war.
Das Bild entstand am Abend vor dem Todessprung.
Leider
hat mein schöner Schwamm (Stylissa carteri) das zeitliche gesegnet. Er hatte
sich von seinem Stein gelöst und ich habe versucht ihn mit Injektionsnadeln
wieder zu befestigen (siehe Bild), das hat aber nicht wirklich gehalten. Ich
habe ihn dann mit Korallenkleber an einem Stein befestigt, evtl. war das auch
ein Fehler und er hat den Kleber nicht vertragen. Eine andere mögliche Ursache
ist, dass ich ihn evtl. zu starkem Licht ausgesetzt habe. Ich weiß die wirkliche
Ursache nicht. Er ist letztendlich immer kleiner geworden und hat Löcher
bekommen. Ich habe ihn erst an eine schattige Stelle mit viel Strömung gesetzt
und später ist er in das Ablegerbecken umgezogen. Es hat aber nichts geholfen.

Nachdem
ich den groben Bodengrund gegen Feinkörnigen (2-4mm) ausgewechselt habe, war die
Zeit gekommen mir ein Pärchen Puellaris Grundeln (Valenciennea
puellaris) zu holen. Da der Händler nur ein Pärchen da hatte, hatte ich auch
keine große Auswahl. Eines der beiden Tiere sah mir etwas schwach aus. Der
Händler meinte aber das ist OK. Leider ist mir diese Grundel am nächsten Tag
eingegangen.

Ich
habe dann einen neuen Partner gekauft. Anhand der Rückenflosse war ich mir
sicher, dass es sich um das andere Geschlecht handelt (bei einem Tier ist immer
der zweite Strahl der Rückenflosse verlängert).
Die Grundel, die ich nachgekauft habe, hatte sich bereits seit 2 Tagen im
Händlerbecken mit einem Partner angefreundet und das sollte jetzt auch noch mal
mit der verwitweten Grundel in meinem Becken funktionieren.
Aber weit gefehlt, nach dem Zusetzen der neuen Grundel war Mord & Totschlag
angesagt. Die neue Grundel hat die Alteingesessene permanent durch das Becken
gejagt. Zum Glück ist es mir gelungen die alte Grundel mit dem Kescher zu
fangen. Das gelang mir aber nur, weil die neue Grundel die Alteingesessene immer
wieder aus den Höhlen vertrieben hat und sie sich dadurch nicht vor meinem
Kescher verstecken konnte.

Jetzt
dachte ich mir, ich bin doch ein schlaues Kerlchen und bringe die
alteingesessene Grundel zum Händler zurück und tausche sie gegen die Grundel
ein, die bereits für 2 Tage mit der Grundel (die jetzt allein in meinem Becken
war) verheiratet war.
Aber die große Überraschung war, dass nach dem Zusetzen des alten Partners
wieder Mord & Totschlag angesagt war. Das konnte ich jetzt nicht verstehen,
evtl. waren die Beiden beim Händler kein echtes Paar, sondern haben nur das
Kämpfen aufgegeben, da sie sich im kleinen Händlerbecken nicht aus dem Weg gehen
konnten.
Ein Rausfangen ist mir diesmal nicht gelungen Also dachte ich, dass eine Grundel
dann wohl irgendwann vor lauter Stress sterben wird. Aber oh Wunder - nach einer
Woche hörten die Kämpfe auf, und nach zwei weiteren Wochen saßen sie zusammen in
einer Ecke. Sie ignorieren sich im Moment, ob sie noch mal ein paar werden weiß
ich nicht und ich bin mir nach der ganzen Story auch nicht mehr sicher, ob sie
überhaupt Männchen und Weibchen sind.
Jetzt hat auch meine Entacmea quadricolor (Kupferanemone) angefangen zu wandern. Zum Glück ist sie nicht sehr weit gekommen und hat nichts vernesselt. Sie sitzt jetzt vor bzw. unter dem Stein auf dem sie vorher gewohnt hat.
Ich
habe mir nun einen roten Seestern (Fromia indica) gekauft (19,- Euro) und wie es
sich gehört, sehr langsam eingewöhnt (2 Stunden mit der Tröpfchen Methode). Auch
habe ich beim Einsetzen darauf geachtet, dass er nicht mit Luft in Berührung
kommt.
Trotzdem hatte er kurz nach dem Einsetzen ein Loch im Zentrum (bin mir nicht
sicher ob das beim Kauf schon da war). Nach 24h sah ein Bein aus, als wenn eine
Granate darauf explodiert wäre. Er hatte aber noch genug Kraft an der Scheibe
herumzukriechen. Ich vermute mal er hat den osmotischen Schock beim Umsetzen
doch nicht wirklich vertragen oder er war schon vorgeschädigt.
Als am nächsten Tag bereits ein zweites Bein fehlte, habe ich mich entschieden
das Leiden zu beenden. Der Seestern 'schläft' jetzt im Tiefkühlschrank und ich
werde ihn an einen Bekannten weitergeben, als Futter für seine Harlekin
Garnelen.
Das Monster hat sich wieder gezeigt! Ich habe diese haarige Krabbe erst zum
zweiten Mal gesehen. Sie ist mittlerweile fast 5 cm groß. Man konnte deutlich
beobachten wie sie Kalkrotalgen fraß. Ein Versuch sie mit einer Pinzette zu
fangen schlug leider fehl.
Okt. - Dez..2002
Mein neues Projekt ist ein 54L Ablegerbecken. Auf
den Bildern sieht man deutlich den Unterschied zwischen einer Daylight-Röhre
(für Süßwasserbecken) und der 10.000K Röhre für Meerwasserbecken. Da Licht der
10.000K Röhre ist wesentlich blauer.
In das Becken kommen ein Heizstab und eine Pumpe mit 600L/h. Der Pumpenstrahl ist gegen die Wasseroberfläche gerichtet, um einer Kammhautbildung vorzubeugen. Diese Kammhaut auf der Wasseroberfläche würde sonst den Sauerstoffaustausch mit dem Wasser verhindern. Die Einrichtung besteht aus Lebenden Steinen, Bodengrund und eingefahrenem Wasser aus dem großen Becken.Da das Becken keinen Abschäumer hat, wird 1 - 2 mal pro Woche ein 5L Wasserwechsel durchgeführt.
Der erste Besatz sind Weichkorallenableger, eine Scheibenanemone und ein Stein mit Krustenanemonen aus dem Hauptbecken. Auch ein Einsiedlerkrebs zieht aus dem großen in das kleine Becken.
Angeregt
durch die Zeitschrift Koralle habe ich einen Alpheus
bellulus (Symbiosekrebs) und eine dazugehörige
Stonogobiops nematodes (Lanzen-Symbiosegrundel) eingesetzt - je 17 Euro. Es ist
ein imposantes Schauspiel zu beobachten, wie die beiden interagieren. Die
Symbiosegrundel bewacht den Eingang der Höhle und der Krebs ist die ganze Zeit
am buddeln. Wenn gefüttert wird, verlassen beide die Höhle, bleiben aber immer
über die Fühler das Krebses in Kontakt. Bei der kleinsten Gefahr warnt die
Symbiosegrundel den Krebs durch ein Zittern und beide verschwinden in einer der
vielen Höhlen. Der Krebs baut bei Tag und Nacht das Becken um und unterhöhlt den
gesamten Beckengrund. Kein Stein ist ihm zu groß und ich muss regelmäßig einige
Ableger wieder ausgraben.
Zwei weitere neue Bewohner sind 2
Korallengrundeln Gobiodon okinawae (gelbe Korallengrundel) und
Gobiodon rivulatus (geringelte Korallengrundel) - je 9 Euro.
Diese beiden Grundeln sind sehr wenig aktiv und 'sitzen' fast den ganzen Tag auf
oder unter einer Koralle. Nur zum Fressen verlassen sie ihr Versteck.
Leider haben beide Fische einige Zeit nach dem Einsetzen die Pünktchenkrankheit (Chryptocaryon)
bekommen. Trotz der Zugabe von Vitamiene und EasyLife, der Absenkung der Dichte
auf 1.018 und einem großen Wasserwechsel, sind die Fische nach einem zweiten
Krankheitsschub verstorben. Interessanterweise hat die Lanzen-Symbiosegrundel
keine Pünktchen bekommen, das kann evtl. daran liegen, dass sie sich
hauptsächlich in ihrer Höhle aufhält und dann für die Parasiten im
Schwärmerstadium nicht erreichbar ist.
Ein anderes Probleme mit dem Becken ist, dass sich trotz einer zweiten Pumpe immer eine Kammhaut bildet. Ich müsste also in einen Oberflächenabzug und einen Außenfilter investieren um das Problem zu lösen. Auch das Licht hat sich als nicht ausreichend erwiesen. Die meisten Korallenableger und Krustenanemonen sind unnatürlich lang um sich dem Licht entgegenzustrecken. Es müsste eigentlich mind. eine zweite Leuchtstoffröhre installiert werden. Aufgrund dieser Probleme und dem Rückschlag mit zwei toten Tieren, habe ich das Projekt abgebrochen und das Becken mit Inhalt einem Bekannten geschenkt, der ein Nanobecken für seinen Sohn aufbauen will.
Ich werde mich wieder verstärkt auf das große
Becken konzentrieren.
Becken am 01.11.2002
In
das große Becken ist noch ein neuer Bewohner eingezogen: Stenopus
hispidus (Rot-Weiß Gebänderte Scherengarnele).
Sie ist leider nur nachts zu sehen. Sieht aber sehr futuristisch aus.
Dez. - Jan 2002
Ich habe jetzt seit einiger Zeit Probleme mit
meinen Acropora-Steinkorallenablegern. Mittlerweile sind auch einige Exemplare
abgestorben. Es beginnt immer gleich. Zuerst werden die Spitzen weiß und 3-4
Tage später ist die ganze Koralle weiß und es ist nur noch das Kalkskelett zu
sehen. Meine Suche nach den Ursachen war bisher erfolglos. Parasiten scheiden
weitestgehend aus, da dann die Korallen normalerweise von unten her weiß werden.
Ich habe also beschlossen mich verstärkt auf die
Wasserwerte zu konzentrieren. Zum Überwachen des pH-Wertes habe ich mir ein
ph-Meßgerät geborgt und festgestellt dass der pH etwas zu tief ist. Er liegt
morgens bei 7,6 und abends bei 7,9 (richtig ist 7,9 - 8,2).
Auch der
Ca-Wert ist mit 350 mg/L ist zu Tief, er sollte bei 420 liegen. Mg ist mit 1350
in Ordnung. Das Problem mit dem pH- und Ca-Wert wundert mich etwas,. da ich jeden
Tag Kalkwasser zugebe. Ich habe nach längerer Diskussion mit Mitgliedern
aus dem Meerwasserforum beschlossen auf die Ballinmethode zur Ca-Zugabe
umzustellen. Über die Kalkwassermethode und die Ballinmethode werde ich
ausführlich hier eingehen: Bericht zur Ca-Zugabe.
Eine weitere Möglichkeit ist ein Mangel an Jod. Ich habe mir Betaisodona zur Nachdosierung von Jod in der Apotheke gekauft (8 Euro), allerdings sollte man dieses Präparat nur nutzen wenn ein Abschäumer läuft. PVP-Jod ist ein Komplexbildner und hat das Jod gebunden. Im Wasser wird das Jod dann freigesetzt und das PVP abgeschäumt. Man dosiert 1 Tropfen Betaisodona auf 200 L Beckenvolumen täglich, aber auch hier langsam anfangen, ganz wichtig! (Quelle: Jörg Kokott)
Eine andere Möglichkeit
ist eine 10%igen Lugol'sche Lösung (LL), die man in der Apotheke mischen
lassen kann. Die normale LL ist 1%ig und für den klinischen Bereich. Diese kann
man auch benutzen, aber davon braucht man dann aufgrund der Verdünnung auf 100 L
10 Tropfen pro Tag.
Hat man eine 10%ige LL dosiert man pro Tag einen Tropfen auf 100L Wasser. Aber
man sollte langsam anfangen (100 mL von der 10%igen LL kosten ~5-10 Euro).
Auch
Schwankungen bei der Dichte könnten das Problem sein. Diese sollte zwischen 1.022
und 1.024 liegen. Es ist aber wichtiger immer die gleiche Dichte zu halten
(Schwankungen vermeiden) und nicht so wichtig z.B. genau 1.024 zu treffen. Zur
besseren Messung habe ich mir ein Leitwertmessgerät bei eBay gekauft. Ich habe
89,- Euro für das Gerät von Sera gezahlt. Es war original verpackt und kostet
normalerweise über 200 Euro. Das Gerät von Sera hat zwei Messbereiche: µS für
das Messen von Osmosewasser und mS für das Messen von Salzwasser. Mit dem Gerät
merkt man erst mal wie ungenau die normalen Aerometereigentlich messen.
Es ist aber auch möglich,
dass die Schädigungen durch Vernesselungen durch andere Korallen oder durch
Verletzung der Ableger durch Fische oder beim Hantieren im Becken zustande
gekommen sind.
Bevor ich weitere Steinkorallen einsetze möchte ich gerne diese Probleme im
Griff haben.
Dez. 2002
Im Tausch gegen diese Cladiella spp. (Fingerlederkoralle)
habe ich einen Chaetodon auriga (Fähnchen - Falterfisch)
erhalten. Nachdem dieser zwei Tage vom Zebrasoma flavescens (Gelber Hawaii-Doktorfisch)
durch das Becken gejagt wurde und auch zwei Schnittverletzungen durch das
Skalpell des Doctors bekommen hat, hat er sich schnell eingelebt und die Wunden
sind auch nach kurzer Zeit verheilt.
Beim Vorbesitzer ist er an keine Korallen gegangen. Aber wie sagt man immer
'Jeder Fisch ist in jedem Becken anders'. Bei mir hat er sofort begonnen an einigen Korallen und Krustenanemonen zu zupfen.
Leider habe ich kein Bild von diesem sehr schönen
Fisch, aber hier ist ein
Link.
An
dieser
Pocillopora hat er
so lange gezupft bis keine Polypen mehr da waren. Es hat Wochen gedauert bis sie
wieder zum Vorschein gekommen sind.
Die Sinulaira und die Krustenanemonen wurden auch ein Opfer des Falterfisches. Die Sinulaira ist völlig zusammengezogen und hat auch Wochen gebraucht sich zu erholen
Nach rund zwei Wochen habe ich beschlossen
den Falterfisch
wieder rauszufangen. Zum Glück ging er sofort in die Falle. Beim Händler gab es
noch 20 Euro dafür (Neupreis: 40 Euro).
Fazit: Einer der schönsten Fische, aber nicht für ein Korallenriffbecken
geeignet.
Jan. 2002
Da ich den Falterfisch abgeben
musste, wollte ich mir jetzt einen neuen Fisch gönnen. Bei einem Bekannten habe
ich einen nur 3 cm großen Paracanthurus hepatus (Paletten-Doktor) gesehen. Ein
wunderschöner Fisch. Beim gleichen Händler habe ich mir dann auch einen gekauft
(45 Euro). Eigentlich ist mein Becken für zwei Doktoren zu klein, aber zum einen
ist der Fisch im Moment nur 3 cm lang und zum anderen ist ein größeres Becken
schon in Planung.
Der Händler hat mich noch gewarnt, dass es in 90% der Fällen zu Schwierigkeiten
kommt sobald man einen zweiten Doktor zu dem Zebrasoma flavescens (Gelber Hawaii-Doktorfisch)
dazusetzt. Es kann passieren, dass der Hawaii-Doktorfisch den neuen
Paletten-Doktor solange jagt, bis er tot ist. Aus diesem Grund habe ich mit
meinem Bekannten ausgemacht, dass ich den Paletten-Doktor sofort rausfange falls
es Schwierigkeiten gibt und er ihn zu seinem Paletten-Doktor als zweites Tier
zusetzt. Da er ein 2,30m Becken hat, sollte das keine Probleme machen.
Eine zweite Warnung war noch, dass der Paletten-Doktor
sehr schnell weiße Punkte bekommt (Chryptocaryon - eine Krankheit).
Nachdem
ich den Paletten-Doktor langsam mit der Tröpfchenmethode eingewöhnt habe, kam er
bei abgedunkeltem Becken in sein neues Zuhause. Zuerst hat er sich zwischen den
Algen versteckt und lag auf der Seite. Zum Glück hatte ich gelesen, das das beim
Umsetzen von Doktoren normal sein kann. Der Hawaii-Doktorfisch schenkt ihm
keinerlei Beachtung.

Als der Paletten-Doktor das
erste mal durch das Becken schwimmt, geschieht etwas Merkwürdiges. Die kleine
Gelbschwanzdemoiselle beginnt ihn zu umkreisen und zu 'beschnuppern'. Erst jetzt
fällt mir auf, dass die beiden Fische sich sehr ähnlich sehen. Beide haben einen
blauen Körper, einen gelben Schwanz und sind rund 3 cm groß.
Die
Gelbschwanzdemoiselle blieb aber nicht lange so nett und entschied nach kurzer
Zeit den Pallenten-Doc als Konkurrenten einzustufen. Von diesem Moment an wurde
der Doc nur noch durch das Becken gejagt.
Gelbschwanzdemoisellen sind als starke Revierverteidiger bekannt. Sobald ein
Fisch in die Nähe der Höhle der
Gelbschwanzdemoiselle kommt, wird er verjagt. Was aber jetzt passiert habe ich
noch nicht erlebt. Die
Gelbschwanzdemoiselle verfolgt den Doc in jede Ecke und versucht ihn zu beißen
und zu stoßen. Nach kurzer Zeit muss ich um das Leben des Docs fürchten. Der Doc
hat nach kurze Zeit schon einige kleine Bissspuren am Bauch. Um Schlimmeres zu
verhindern, schalte ich das Licht aus, denn nur im Dunkeln gibt die Demoiselle
ruhe.
Da meine Gelbschwanzdemoiselle
meinen kleinen Paletten-Doc rund um die Uhr fertig macht, muss sie jetzt sehr
schnell raus! Wie schon beim ersten Versuch sie zusammen mit ihren zwei
Kollegen zu fangen, geht sie weder in die Fischfalle noch in ein selbstgebautes
Netz. Alle anderen Fische können gar nicht schnell genug in die Fallen
schwimmen.
Ich werde also das
ganze Riff aus dem Becken nehmen müssen, um die Gelbschwanzdemoiselle dann zu
fangen. Ich werde die einzelnen Steine, die natürlich mit div. Stein- und
Weichkorallen bewachsen sind, in Wannen und Eimern zwischenlagern und die Gefäße
dann mit Aquariumwasser füllen.
Ich hoffe das dauert nicht länger als 30 - 60 min.
Eine
Stunde Später: Der Abbau ging schnell.
Alle Steine in Eimer und Wannen und Wasser drüber - das hat super funktioniert.
Nach 10 Minuten war die Gelbschwanzdemoiselle im Netz. Auch die Wollkrabe mit 5
cm Durchmesser habe ich bei der Gelegenheit noch rausgefangen.
Das größte Problem war das Riff wieder aufzubauen. Das Ganze hat man ja über ein
Jahr Stück für Stück aufgebaut. Beim Abbau habe ich mir noch die Position aller
Steine gemerkt ... aber Pustekuchen ... beim Zusammenbau passte gar nichts mehr.
Es hat dann weitere 50 Minuten gedauert. Es sieht jetzt etwas anders aus, aber
auch nicht schlecht.
Die Ganze Aktion hat soviel Dreck aufgewirbelt, dass man 2 Stunden nichts mehr
im Becken sehen konnte. Ich habe, nachdem wir fertig waren, erst mal eine Ladung
Easy-Life rein gegeben.
Bisher sind keine Verluste zu verzeichnen.

Die Gelbschwanzdemoiselle
kam dann in den 'Eimer für schwererziehbare Fische'
(natürlich mit Heizstab und Strömungspumpe).
Ich habe beide Tiere am nächsten Tag einem Bekannten übergeben.
Eine schöne Nachricht: Kurz nach dem Umbau hat sich meine Anemone geteilt. Evtl. war der Auslöser ja auch eine unbemerkte Verletzung während der Umbauarbeiten. Eine Anemone ging an meinen Bekannten für sein Nanobecken.
Wie fast schon zu erwarten bekommt der Palleten-Doc wenige Tage nach dem Beckenumbau durch den Stress mit der Gelbschwanzdemoiselle und durch die Arbeiten im Becken die Pünktchenkrankheit (Chryptocaryon).
Ich habe schon alle üblichen
Maßnahmen eingeleitet:
(das Bild zeigt das Becken nach der Zugabe von EasyLife)
- Zugabe von Vitamine
- Verstärkte Fütterung
- Zugabe von Knoblauch
- EasyLife
- Dichte auf 1.018 runter setzen
- Weniger HQI-Beleuchtung
- 30% Wasserwechsel
Es
hat hat aber alles nicht wirklich geholfen (nach einer Woche). Kupferhaltige
Medikamente kann man nicht verwenden, da Kupfer den Korallen schadet. Man
kann natürlich den kranken Fisch fangen und in einem separaten Becken behandeln.
Aber das bedeutet wieder Stress und der Teufelskreis beginnt von vorne.
Ich habe mich bei meinem Händler nach
dem Medikament 'Preis
Neosal' erkundigt, welches kein Kupfer enthält. Er ist aber nicht von der Wirksamkeit überzeugt.
Er hat mir aber Salifert 'Stop Parasit' empfohlen (19,90 Euro). Er und viele
Kunden haben wohl gute Erfahrungen damit.
Ich habe schon herausbekommen, dass das Mittel nur von Salifert in Europa
vertrieben und eigentlich von
Chem-Marin hergestellt wird
(und auch vergleichbar mit Kent Marine's RxP Marine ist).
Aus folgendem Text geht hervor, dass das Produkt auf 'scharfem Pfeffer' basiert. Die Fische schleimen dann verstärkt und können die Parasiten abstreifen. Außerdem soll das Mittel dann einen Wirt für die Parasiten simulieren (???) und so die Fische schützen.
Zitat: According to the fact sheets supplied by Al Ciannelli, who developed Stop Parasites, the product make the fish create extra slime which, in turn, make the parasites slough off the animal. Then Stop Parasite provides a "false host" for the parasites to feed upon which is more desirable than the fish itself.
Angeblich liegt die Erfolgsrate bei 80-90%. Bei Anwendung von Kupfer liegt diese wohl nur bei 50%.
Zitat: It gives a better cure rate (80-90%) than copper (50%) ans is much safer for the tank and for you.
Der gesamte Text ist hier.
Ich habe das Mittel gekauft (19,90 Euro) und werde es testen. Es wird nur alle 3 Tage dosiert (5ml pro 100L). UV muss ausgeschaltet werden und alle Filter, die Partikel <24 Mikrometer rausfiltern, müssen raus (z.B. Kohle).
Ich habe mir außerdem eine größere
UV Anlage gekauft: 30W, hat gebraucht 30 Euro gekostet. Angeblich ist die Lampe
darin nur 4 Monate alt. Ich habe die Lampe im Steinunterbau versteckt und
anschließend noch verkleidet. Die Lampe muss schräg stehen um die Bildung von
Luftblasen zu verhindern.
Becken am 21.01.2003
28.01. 2002
Bei einem Besuch beim Händler - ich wollte mir eigentlich nur das neue Percula120 in Echtholz anschauen - habe ich mal wieder zugeschlagen
Zwei
Einsiedler - je 2,90 Euro
Fromia
cf. nodosa (Knotiger Seestern)
- 16 Euro
Generell aber halten sich Seesterne nicht sehr lange. Sie werden im Aquarium
selten älter als 2 Jahre. Ich denke mal sie verhungern dann. Das steht auch im
Meerwasserlexicon (http://www.korallenriff.de/lexikon/fromia_spp1.html).
Galaxea
fascicularis (Kristallkoralle??)
- 15 Euro
Caulastrea
frucata (Fingerkoralle) - 22 Euro
Diese Koralle fügt sich sehr schön in das Riff ein, als hätte sie schon immer
dort hingehört.
Aber das neue Percula habe ich mir natürlich auch angeschaut (Echtholz, besserer Abschäumer, bessere Lampe). Aber der Preis hat es auch in sich.
19.02.2003
Zuerst die gute Nachricht, der
Paletten-Doc ist wieder gesund. Ob jetzt Salifert's 'Stop Parasit' geholfen hat,
ob es all die anderen Maßnahmen waren oder ob der Fisch auch so gesund geworden
wäre, weiß man nicht. Ich werde jedenfalls bei einem erneuten Ausbruch wieder zu Salifert 'Stop Parasit'
greifen.
Der Paletten-Doc ist mittlerweile immer der erste am Futter und wächst sichtbar.
Die
schlechte Nachricht ist, dass auch der zweite Versuch mit einem Seestern
in die Hose gegangen ist. Zuerst hat er ein Bein verloren, am nächsten Tag das
zweite Bein und dann ist er von der Scheibe gefallen und hat sich nicht mehr
gerührt. Als dann die Einsiedler anfingen sich an ihm zu schaffen zu machen,
habe ich ihn aus dem Becken genommen.
Ich bin mir diesmal sicher, dass es nicht an einem zuschnellen Umsetzen lag oder
an einer Vorschädigung. Immerhin hat er ja zwei Wochen durchgehalten.
Meine
Theorie ist folgende: Am fordern Beckenrand befindet sich ein Glassteg. Unter
diesem Glassteg gedeihen sehr schnell Algen. Diese Algen produzieren Sauerstoff,
der sich manchmal unter dem Steg in großen Blasen sammelt. Ich habe den Seestern
erwischt wie er unter diesem Steg herumgekrochen ist. Mit Sicherheit ist er auch
mit den Gasblasen in Berührung gekommen. Bekanntlich reagieren Seesterne sehr
empfindlich auf Luft, da Gasblasen das Kapillarsystem in den Beinen
unterbrechen. Ich habe den Seestern sofort dort entfernt, und auch die Algen und
Luftblasen beseitigt. Aber evtl. war es schon zu spät (das Ganze ist aber nur
eine Theorie).
Die
ganz gute Nachricht aber ist, dass ich mir jetzt ein neues Becken bestellt
habe. Der Deal war, dass ich ein neues Becken bekomme, sobald ich eine neue
Wohnung gefunden haben. Wir ziehen jetzt Mitte April in ein neues Haus und ich
habe gestern das Percula120 in
Echtholz-Buche (120x65x60, 450 Liter), bestellt. Der Listenpreis ist 2150,- Euro. Mein Händler
verkauft es mir für 1950,- Euro. Für weitere 100,- Euro bekomme ich statt der
Originallampe (Aquarstarlight future 2x150W) noch die
Aquaspacelight mit 2x250W + 2x 'Dulux blau' dazu. Diese Lampe müsste
eigentlich noch mal 300,- Euro extra kosten. Ich bekomme also für 2050,- Euro
das Becken mit einem Listenpreis von 2450,-Euro.
Viele werden jetzt sagen, dass ist viel zu teuer und das Percula taugt sowieso
nichts. Aber ich habe mit dem Percula 90 sehr gute Erfahrungen und finde auch das
Konzept gut. Vom Preis kommt man in meinen Augen nur günstiger, wenn man das
Ganze gebraucht kauft. Da es uns aber diesmal wichtig war, dass es von der Optik
sehr gut in die Wohnung passt, wollten wir kein gebrauchtes Becken und es sollte
Buche sein (in schwarz hätte es nur 1200 Euro gekostet, wäre aber auch kein
Echtholz). Würde ich mir das Becken selber zusammenstellen, würde ich mit der
Lampe, dem Abschäumer, den Pumpen und den Unterschrank auf mindestens den
gleichen Preis kommen.
19.02.2003
Und wieder ist ein Fisch aus dem Becken gesprungen. Nach dem Korallenwächter hat es jetzt eine der Grundeln erwischt. Sie sind ja nie ein richtiges Paar geworden.
28 - 30.03.2003
Mit zwei befreundeten Aquarianern
ging es zum 6. internationale Meerwasser-Symposium nach Lünen. Ich fand
die ganze Veranstaltung sehr gelungen und informativ. Man konnte endlich auch
mal viele Kollegen aus dem Meerwasserforum treffen und viele bekannte Autoren
und Experten sehen und hören.
Einen sehr ausführlichen Bericht gibt es hier:
www.korallenriff.de
02.04.2003


Schon
lange habe ich mit dem Gedanken gespielt mir eine Tubastrea
(gelbe Kelchkoralle)
anzuschaffen., Besonders gefällt mir die orange / gelbe Farbe. Abgeschreckt hat
mich bisher, dass man diese Tiere regelmäßig füttern muss. Nach dem Lesen
einiger Erfahrungsberichte, hat mich das aber nicht mehr aufgehalten. Die
Preisunterschiede sind zwischen den Händlern sehr groß. Ich habe sie schon für
35 Euro gesehen. Beim Atoll (Gerresheimerstr. 144/146, 40721 Hilden) habe ich
dann eine Tubastrea für 20,- Euro bekommen. Der Händler verkauft auch nur
Tiere die sich regelmäßig öffnen. Das finde ich sehr vorbildlich. Gefüttert
werden sie im Atoll mit Plankton. Das ist mir aber zu aufwendig.
Die Tubastrea sollte an einem dunklen Platz und mit dem Kopf nach unten stehen.
Einen passenden Platz habe ich unter einem Überhang gefunden. Kurz nach dem
Einsetzen haben sich die Polypen bereits wieder geöffnet.
Die Fütterung erfolgt täglich mit einer großen Spritze. Auf diese Spritze werden
aufgetaute Artemia aufgezogen und direkt auf die offenen Polypen gespritzt. Die
Wasserbelastung steigt dadurch nicht an, da die Futtermenge im Becken die selbe
wie vorher ist. Ich zweige lediglich einen Teil der Futtermenge für die
Tubastrea ab. Das Futter was nicht in den Polypen bleibt holen sich dann wieder
Fische und Garnelen. Meistens bleibe ich nach der Fütterung eine zeitlang mit
der Hand in der Nähe der Tubastrea, um die anderen Tiere davon abzuhalten das
Futter aus den Polypen zu klauen.
Eine weitere Neuanschaffung sind zwei großpolypige Steinkorallen. Es handelt sich links um eine Euphyllia ancora (Grüne Hammerkoralle) und rechts um eine Euphyllia glabrescens (Green Torch). Zusammen habe ich für beide 35 Euro bezahlt. Beide sollten genügend Abstand zu anderen Korallen haben, da sie dazu neigen mit ihren Tentakel anzugreifen und andere Tiere zu vernesseln.
Das Becken am 03.04.2003. Das sind die letzten Aufnahmen, bevor meine Pfleglinge in das größere Becken in dem neuen Haus ziehen.
Der Umzug in unser neues Haus rückt
immer näher. Der Plan ist eine Woche vor dem eigentlichen Umzug das Becken
umzuziehen.
Vier Wochen vor dem Umzug habe ich begonnen Altwasser zu sammeln. Dazu habe ich
mir Maischefässer aus dem Baumarkt gekauft (die schwarzen Fässer auf den Fotos
weiter unten). Diese Fässer lassen sich Wasserdicht verschließen und sind
lebensmittelecht. Sie kosten im Baumarkt rund 14 EUR. Es gibt diese Fässer mit
30 und 60 Liter Fassungsvermögen. Ich habe 3x 30Liter und 1x 60 Liter gekauft.
Im Nachhinein musste ich aber feststellen, dass das 60Liter Fass zum Tragen fast
zu schwer ist. Für eine Umzug möchte ich daher nur die 30 Liter Fässer
empfehlen.
Mit diesen Fässern konnte ich über vier Wochen 150 Liter Altwasser sammeln. Das
Wasser wurde mit kleinen Pumpen ständig umgewälzt und damit auch belüftet. Rund
60 Liter frisches Salzwasser habe ich wenige Tage vor dem Umzug in Kanister
gefüllt. Ein Bekannter hat für mich noch mal 200 Liter frisches Wasser in einer
großen Tonne angesetzt. Diese Menge sollte ausreichen um das 450 Liter Becken zu
befüllen.



Am
14.04. haben wir den Schlüssel für das Haus bekommen und am selben Tag wurde
auch das Becken geliefert.
Der Unterschrank war schon vormontiert. Dort kam noch eine Lage Schaumstoff
drauf und darauf das Becken. Ich hätte nicht gedacht, dass ein leeres Becken so
schwer ist. Zum Glück mussten wir es nur in das Erdgeschoss tragen. Ein Kollege
hat mir dann noch geholfen die Lampe anzubauen. Danach wurde das vorbereitete
bzw. gesammelte Wasser eingelassen. Am selben Abend kamen dann noch rund 20 kg
neue lebende Steine rein (rund 200 EUR), die aber schon beim Händler eingefahren
wurden.
Als ich dann zum ersten Mal das Licht eingeschaltet habe, war ich schon
begeistert. Nur die Pumpen und der Abschäumer sind etwas laut. Das kann sich
nach einer Einfahrphase noch geben.
Am 18.04. wurde es dann ernst - der
gesamte Besatz wird umziehen. Zuerst kommen die Steine raus, die mit Korallen
oder Anemonen bewachsen sind. Sie kommen in die Maischefässer, die auch zum
Wassertransport dienten. Anschließend werden die Fässer mit Wasser aus dem
Becken gefüllt.
Unbewohnte Steine werden in Styroporkisten verpackt. Diese Kisten bekommt man
beim Zoohändler, der Händler spart sich dadurch die Entsorgung der
Fisch-Import-Kisten.
Nachdem das Becken nur noch 15 cm gefüllt ist werden die Fische, Garnelen und
Einsiedlerkrebse mit dem Kescher gefangen. Sie kommen in wassergefüllte
Plastiktüten und dann ebenfalls in Styroporkisten. Das ganze wird auf zwei Autos
geladen und ab geht die Post. Zum Glück fährt man zum neuen Haus nur 20 Minuten.
Wesentlich schwieriger ist die
Reinigung das alten Beckens. Ich habe es mit der gesamten Technik für 299
EUR auf eBay verkauft und bevor es abgeholt wird, muss noch der alte Moder raus.
Man glaubt ja gar nicht was sich in einem Jahr alles im Bodengrund ansammelt,
hunderte Borstenwürmer, Seesterne und kiloweise Dreck. Es hat ewig gedauert bis
alles mit einem Gartenschlauch aus dem Becken geschwemmt war. Der alte
Bodengrund wurde komplett verworfen.
Im neuen Becken ging der Aufbau des
Riffs relativ zügig. Zum Schutz der Bodenscheibe wurde als Untergrund eine
Plexiglasscheibe aus dem Baumarkt benutzt (8 EUR). Im alten Becken hatte ich
schlechte Erfahrungen mit einer Styroporplatte gesammelt, da sich mit der Zeit
die Styroporkügelchen lösten und im Becken herum trieben.
Erstaunlicherweise hatten wir beim ersten Versuch schon einen akzeptablen
Riffaufbau hinbekommen. Nun kam noch 12 kg Bodengrund rein, diesmal verwende ich
Korallenbruch mit einer 3-4 mm Körnung.
Anschließend kamen sehr schnell die Fische ins Becken um zu verhindern, dass sie
in ihren Transportbehältern auskühlen. Zur Sicherheit habe ich auch noch eine
dreifache Dosis EasyLife zugegeben. Damit war der Umzug erfolgreich und ohne
Verluste überstanden. Nur eine Scherengarnele hat beim Einfangen eine Schere
verloren, die aber mittlerweile schon wieder nachgewachsen ist. Sogar die
befürchteten weißen Pünktchen blieben aus. Ich hatte eigentlich erwartet, dass
der Palettendoktor stressbedingt Pünktchen bekommen würde. Der Umzug der Tiere
hat vom Einfangen bis zum Wiedereinsetzen weniger als vier Stunden gedauert.
28.04.2003
Die erste Woche stand das Becken
direkt neben unserer Couch. Das hatte den Nachteil, dass man den Abschäumer
direkt neben dem Ohr hatte. Ich konnte zwar die Geräusche etwas durch das
Unterlegen eines blauem Schwamms mindern, aber es war immer noch störend. Ich
ließ mich also schweren Herzens überreden, dass das Becken an die
gegenüberliegende Wand muss.
Zum Glück hat Der Unterschrank eine fest montierte Bodenplatte und die Wohnung
hat Parkett. So entstand der Plan das Becken einfach rüber zu schieben, ohne
Fische zu fangen oder das Riff abzubauen.
Ich habe im Baumarkt zwei 200 Literfässer gekauft (je 9 EUR). Die Fässer wurden
in der Mitte der Wohnung positioniert, so das man mit einem schlauch sowohl die
alte (Bild 1) als auch die neue Position (Bild 2) ereichen konnte. Dann wurde
das Wasser bis auf 20 cm in die Fässer abgelassen. Und siehe da, das Becken ließ
sich mit zwei Mann relativ problemlos bewegen und wir konnten es an die neue
Position schieben. Nach dem Einfüllen des Wassers ging es auch den Bewohnern
noch prima. Das Aufwendigste war dann noch das Umhängen der Lampe, da ja
Bohrungen in der Decke notwendig waren.
Ich muss zugeben am neuen Standort wirkt das Becken viel besser. Man kann von
der Couch direkt auf das Becken schauen und nimmt aufgrund der Entfernung die
Geräusche nicht mehr als störend wahr.
05.05.2003
Nach der erfolgreichen
Beckenvergrößerung, habe ich einen Zebrasoma Xanthurum (Blauer Segelflossen
Doctor) zugelegt - 64,90 EUR.
Da es oft Reibereien mit Zebrasoma flavescens geben soll, habe ich einen Tipp
befolgt und eine Weile vor dem Kauf des Fisches das Bild von einem Zebrasoma
Xanthurum an das Becken geheftet. Eine Zeitlang sind die Beckenbewohner
aufgeregt an dem Bild vorbei geschwommen, haben sich aber nach einer Weile daran
gewöhnt. Beim Einsetzen des Xanthurum kam es dann auch kaum zu Angriffen. Wenn
aber doch mal einer versuchte sich mit dem Xanthurum anzulegen, hat der sich gar
nicht stören lassen und hat weiter an seinen Algen gezupft.
NACHTRAG 2008: Ich habe das Hobby mittlerweile aufgegeben. Gründe waren Zeitmangel, hohe Kosten und der hohe Geräuschpegel im Wohnzimmer durch Lampen und Pumpen.
Ich freue mich trotzdem weiterhin über einträge in mein Gästebuch. Bei Fachfragen wendet euch bitte an http://www.meerwasserforum.com/
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